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Freiwillige Feuerwehr 1951 Staden e.V.

Notfall-App

Notfall-App - Was ist das?

Notfall-App

Eine Notfall-App ist ein kleines Programm, das auf einem Smartphone (iPhone oder Android), iPad oder Tablet-PC installiert wird und in Notfällen zum Absetzten eines Notrufes oder zum Hilfe holen benutzt werden kann.
App ist die englischen Kurzform für application.

Notfall-App - Wer braucht sie?

Auf die Frage: „Wer braucht eine Notfall-App?“ gibt es keine eindeutige Antwort.
Ein Bergsteiger wird eher die Notfall-App der Bergrettung und ein Autofahrer die des Automobilclubs verwenden. Für Menschen mit einer sprachlich Behinderung eignet sich keine von beiden Apps. Es kommt bei der Verwendung dieser Apps auch immer auf das eigene Sicherheitsgefühl an. Fakt ist, zum wählen des Notrufes benötige ich keine Apps.
Eine empfehlenswerte Notfall-App, die die Funktion eines Notfallfax erfüllen kann, gibt es unserer Meinung nach derzeit nicht.

Notfall-App - Vor- und Nachteile

Zwar gibt es gute Ansätze von App Entwicklern, Notfall-Apps zu programmieren, jedoch sind diese in der Regel auf eigene Bedürfnisse zugeschnitten. So nützt beispielsweise eine Notfall-App der Bergrettung keinem Einwohner des Wetteraukreises etwas.

Einen guten Ansatz für eine Notruf-App bietet derzeit eine Firma aus Nordrhein-Westfalen. Allerdings ist deren Einsatzleitstelle, die den Notruf empfängt, rund 250 Kilometer entfernt und nicht wirklich zentral. Weiterhin kennen sie sich im Wetteraukreis nicht aus, so dass es hier schnell zu Übermittlungsfehlern kommen kann.
Die Notfall-App kann den Rettungsdienst, die Polizei und die Feuerwehr alarmieren und bei Bedarf auch private Sicherheitskräfte. Wer diesen Bedarf hat, für den ist diese Notfall-App eine Alternative. Dieser Service ist allerdings nicht umsonst.

Eine Notfall-App enthält unter anderem einen Katalog mit sämtlichen Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie persönlichen Daten wie Anschrift, Gewicht, Blutgruppe usw. als Wallpaper und bietet einen direkten Notruf aus der App heraus mit Fragenkatalog und aktueller GPS-Positionsangabe während des Anrufs.
An sich ein guter Ansatz, jedoch wissen wir alle, das wir auf unserem Smartphone nicht Herr unserer Daten sind. Smartphones funken und senden persönliche Daten zu uns unbekannten Anbietern und niemand weiß, was mit diesen Daten geschieht.

Andere Notfall-Apps werben damit, bereits die neue bundesweite Telefonnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 integriert zu haben. Das nützt im Wetteraukreis keinem Hilfesuchenden, da diese Nummer in Hessen noch nicht funktioniert.

Einige Notfall-Apps funktionieren nicht in allen Mobilfunknetzen, andere leiten Anrufe auf gebührenpflichtige Hotlines um, obwohl Notrufnummern kostenlos aus allen Netzen erreichbar sind.
In einigen ländlichen Gebieten der Wetterau ist die Netzabdeckung im Mobilfunknetz nicht immer optimal. So kann es durchaus schon einmal vorkommen, dass man gar kein Mobilfunknetz hat.

Viele Notfall-Apps bieten die Möglichkeit der Übertragung von GPS-Koordinaten an die Rettungsleitstelle. Das ist eine tolle Sache, jedoch muss dafür die Ortungsfunktion im Smartphone vorher aktiviert sein.
In der Regel sind die Ortungsfunktionen im Smartphone ausgeschaltet, weil sie viel Strom verbrauchen und zum Schutz der Privatsphäre, da niemand den ganzen Tag im Google Latitüde Stil auf den Meter genau geortet und überwacht werden möchte.

Gerade älteren Menschen fällt es schwer, mit der neuen Technik Schritt zu halten. Und dann sollen sie in der brennenden Wohnung die Ortungsfunktion in ihrem Smartphone aktivieren um anschließend die Notfall-App nutzen zu können? Das wählen der Notrufnummer 112 geht vermutlich schneller.

Notfall-App - Fazit

Es ist also gar nicht so leicht, aus dem großen Angebot von Android Apps im Google Play Store oder der iPhone Apps im App Store die passende Notfall-App zu wählen. Leider gibt es diesbezüglich keine bundeseinheitliche Entwicklung.

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